Die Energielandschaft in Ostmazedonien und Thrakien in zehn Jahren
Die Energielandschaft in Ostmakedonien und Thrakien in zehn Jahren
Lambros Sakellariou
03.11.2025
Aus dem Projekt von Prinos haben wir gelernt, dass Transparenz, unabhängige Aufsicht, die Beteiligung der Gesellschaft und strenge Umweltanforderungen für die soziale Kontrolle von entscheidender Bedeutung sind. Ohne diese besteht ein großes Risiko für Umweltschäden und sozioökonomische Konflikte. Um diese Grundsätze umzusetzen, brauchen wir aktive Bürger. Nur die Bürger können die für unsere Region zerstörerischen Projekte verhindern. Die Pflicht, sich zu informieren und diese Verantwortung zu übernehmen, liegt beim Bürger. Diejenigen, die davon profitieren, werden keine Informationen weitergeben, sondern bauen eine immer größere Mauer gegenüber der Gesellschaft. Die Gesellschaft muss selbst recherchieren, diese Informationen bewerten und letztendlich die politischen Entscheidungen treffen, die für ihren Standort von Vorteil sind.
Persönlich glaube ich nicht, dass Prinos ein isoliertes oder zufälliges Projekt ist, sondern Teil eines größeren Plans, der für die Region AMTh entworfen wurde.
Abgesehen von den Risiken, die wir mit CCS Prinos sehen, habe ich hier versucht, 10 Jahre in die Zukunft zu blicken und kurz zu skizzieren, wie ich die Region AMTH um das Jahr 2035 herum sehe. CCS ist meiner Meinung nach der Beginn einer neuen Ära für unser Land. Es ist der Beginn der Ära der „grünen Neokolonialisierung“, einer Ära, in der wir Energie nicht für uns selbst, sondern für andere produzieren werden. Eine nationale Politik sollte diese Situation in einen Wettbewerbsvorteil für unser Land verwandeln, in eine Politik, die Investitionen anzieht und den Grad der Integration der Produktionsprozesse vor allem im digitalen Bereich erhöht. Werden wir das tun oder werden wir nur die „Batterie Europas“ werden/bleiben?
